Lernkontrolle: Grundwissen und dein Weg
Lernziele
- check_circle Zeigen, was du über AHV, Mehrwertsteuer und die Vorlage weisst
- check_circle Das Wissen aus deinem Weg auf einen neuen Fall anwenden
Aufwand
So ist die Lernkontrolle aufgebaut
Teil A ist für alle gleich: Grundwissen zu AHV, Mehrwertsteuer und Vorlage.
Teil B passt zu dem Weg, den du im Modul «Dein Weg durch die Vorlage» gegangen bist. Er öffnet sich von selbst. Wer einen anderen Weg gegangen ist, bekommt andere Fragen, aber gleich viele und gleich schwierige.
Jeder Teil hat Fragen zum Ankreuzen und eine offene Aufgabe. Arbeite allein und schreib in deinen eigenen Worten.
Teil A: Grundwissen
Teil A — Grundwissen
Frage 1 von ?Wozu dient der AHV-Ausgleichsfonds?
Warum braucht die Vorlage am 29. November das Volk und die Kantone?
Was passiert bei einem Ja mit dem Satz für Hotelübernachtungen (Beherbergung)?
Die Erhöhung bringt ab 2029 rund 1,4 Milliarden Franken pro Jahr. Die 13. Rente kostet über 4 Milliarden pro Jahr. Was folgt daraus?
Die 13. AHV-Rente wird im Dezember 2026 zum ersten Mal ausbezahlt.
Die Vorlage kann scheitern, obwohl mehr als die Hälfte der Stimmenden Ja sagt.
1948 finanzierten rund sieben Erwerbstätige eine Rente, heute (2024) sind es nur noch rund 2,3.
Eine Bäckerei bezahlt beim Einkauf 10 Franken Mehrwertsteuer und verrechnet beim Verkauf 30 Franken. Wie viel überweist sie dem Bund?
Teil A — Offene Aufgabe
Eine Kollegin hat die Einheit verpasst. Erkläre ihr in 3 bis 4 Sätzen: Warum braucht die AHV mehr Geld, und was würde sich bei einem Ja an der Kasse ändern?
So gehst du vor
- Warum mehr Geld? Nenne einen Grund aus dem Grundwissen. — «Die AHV braucht mehr Geld, weil …»
- Was ändert sich? Welcher Satz steigt, welcher bleibt, ab wann? — «Bei einem Ja steigt …»
- Ein Beispiel. Ein Einkauf, an dem man es merkt oder nicht merkt. — «Zum Beispiel …»
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Teil B: Dein Weg
Fragen zu deinem Weg
Teil B — Nachrechnen
Frage 1 von ?Das FDP-Modell nennt 100 Franken pro Haushalt und Jahr, SP-Fraktionschefin Marti 5 Franken pro Monat und Person. Warum kann man die beiden Zahlen nicht direkt vergleichen?
Das FDP-Modell rechnet mit einem Durchschnittshaushalt. Warum kann dein Haushalt deutlich darüber oder darunter liegen?
Ein Haushalt zahlt wegen der Erhöhung 10 Franken pro Monat mehr und verdient 5000 Franken pro Monat. Welcher Anteil am Einkommen ist das?
Ein FDP-Video zeigt einen Einkaufswagen voller Lebensmittel, obwohl der Satz für Lebensmittel bei einem Ja nicht steigt.
Ein Kaffee, im Café getrunken, läuft zum Normalsatz. Ein Sandwich zum Mitnehmen läuft zum reduzierten Satz.
Die rund 24 000 Franken Mehrwertsteuer auf Lamparts Luxusauto sind die Mehrkosten durch die Erhöhung.
Teil B — Offene Aufgabe: Eine Schlagzeile prüfen
Eine Gratiszeitung titelt: «AHV-Steuer kostet Familien 350 Franken im Jahr!» Prüfe die Schlagzeile mit dem, was du auf deinem Weg gelernt hast. (Die Schlagzeile ist erfunden.)
So gehst du vor
- Annahmen. Welche zwei Dinge musst du wissen, bevor du der Zahl glaubst? — «Ich muss wissen, …»
- Vergleich. Wie passt die Zahl zu den Zahlen aus deinem Weg? — «Auf meinem Weg habe ich … gelesen, das ist …»
- Urteil. Ist die Schlagzeile fair? Begründe. — «Ich finde die Schlagzeile …, weil …»
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Teil B — Zuhören
Frage 1 von ?Ein erfundener Slogan lautet: «Stadt und Land gemeinsam für unsere AHV». Welches Mittel steckt darin?
Wie viel der 13. Rente ist laut Ja-Komitee zusammen mit dem Bundesbeitrag finanziert?
Wer sagt Nein zur Vorlage, obwohl er politisch links steht?
Im Tagesschau-Beitrag zum Start der Nein-Kampagne werden Juso und VPOD nur genannt, aber nicht gezeigt.
Die Studie, nach der die Erhöhung tiefe Einkommen 0,17 % ihres Einkommens kostet, hat der Bund bestellt.
Im Tagesschau-Beitrag zum Start der Nein-Kampagne kommt die Ja-Seite ausführlich zu Wort.
Teil B — Offene Aufgabe: Ein Plakat untersuchen
Auf einem Plakat steht: «Die AHV-Steuer: ein Griff in dein Portemonnaie!» Untersuche den Satz wie die Wörter auf deinem Weg. (Das Plakat ist erfunden.)
So gehst du vor
- Mittel. Welches Mittel oder Bild steckt im Satz? — «Der Satz arbeitet mit …»
- Wirkung. Was soll er bei dir auslösen? — «Er soll bewirken, dass …»
- Gegenfrage. Was würdest du nachprüfen? — «Ich würde fragen: …»
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Teil B — Wie es kam
Frage 1 von ?Wozu gibt es eine Einigungskonferenz?
Was schlug die Einigungskonferenz im Juni 2026 vor?
Wie standen Ständerat und Nationalrat vor der Einigungskonferenz?
Gegen den Plan des Bundesrats von 2024 (nur Mehrwertsteuer) kam Kritik von links und rechts: Die Linke sah untere Einkommen belastet, die SVP lehnte jede Erhöhung ab.
Laut SRF lehnten im Nationalrat vor allem SVP, FDP und GLP die Lohnbeiträge ab.
Die Zahlen, mit denen das Bundesamt für Sozialversicherungen 2024 zuerst rechnete, gelten noch heute.
Teil B — Offene Aufgabe: Was wäre, wenn …
Stell dir vor, der Nationalrat hätte den Vorschlag der Einigungskonferenz angenommen: Mehrwertsteuer und Lohnbeiträge. Wer würde dann mehr zahlen, wer weniger als bei der heutigen Vorlage? Begründe mit den Einwänden zu beiden Wegen.
So gehst du vor
- Der Unterschied. Was käme gegenüber der heutigen Vorlage dazu? — «Zusätzlich zur Mehrwertsteuer …»
- Wer zahlt mehr, wer weniger? Denk an Erwerbstätige, Arbeitgeber, Rentnerinnen und Rentner. — «Mehr zahlen würden …, weniger …»
- Einwände. Welcher Einwand aus deinem Weg spricht dafür, welcher dagegen? — «Dafür spricht …, dagegen …»
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Teil B — Jung gegen Alt
Frage 1 von ?Zur 13. Rente (2024) nennt Tamedia 40 % Ja bei den Jungen, die VOX-Analyse «mehrheitlich Nein». Warum unterscheiden sich die Zahlen, ohne sich zu widersprechen?
Welches Argument für die Mehrwertsteuer nennt die Ökonomin Isabel Martinez?
Was fordert Jonas Lüthy (Jungfreisinn) statt der Vorlage?
Bei einer Finanzierung über Lohnprozente zahlen Rentnerinnen und Rentner nichts mit.
Auch Lernende zahlen schon heute AHV-Beiträge: Der Abzug steht auf dem Lohnzettel.
Im Material dieses Weges sprechen kaum junge Menschen für die Vorlage.
Teil B — Offene Aufgabe: Eine Lernende nimmt Stellung
Eine Lernende mit 1200 Franken Lohn sagt: «Für mich ist die Mehrwertsteuer fairer als Lohnprozente.» Was spricht aus ihrer Sicht dafür, was dagegen? Nimm am Schluss selbst Stellung.
So gehst du vor
- Dafür. Ein Argument aus deinem Weg, das ihr recht gibt. — «Für sie spricht, dass …»
- Dagegen. Ein Argument, das gegen ihre Sicht spricht. — «Dagegen spricht, dass …»
- Deine Stellungnahme. Wie siehst du es, und warum? — «Ich sehe es so: …»
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edit_notePersönliche Notizen
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Notizen zu diesem Modul (freiwillig): Stichworte, offene Fragen, Ideen. Du findest sie später unter Ergebnisse als Teil des PDF-Exports.
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