Dein Weg durch die Vorlage
Lernziele
- check_circle Einen eigenen Zugang wählen und beide Seiten prüfen
Aufwand
Vier Wege, eine Vorlage
Du hast jetzt das Grundwissen. Nun gehst du einen Weg, der dich interessiert:
- Nachrechnen: Du prüfst die Zahlen und rechnest selbst nach.
- Zuhören: Du hörst, wie beide Lager streiten, und achtest auf ihre Wörter.
- Wie es kam: Du verfolgst, wie aus dem Ja zur diese Vorlage wurde.
- Jung gegen Alt? Du fragst, was die Vorlage für Menschen in deinem Alter bedeutet.
Wähle nach Interesse, nicht nach Schwierigkeit. Die Wege dauern etwa 20 Minuten («Zuhören» etwas länger) und sind gleich anspruchsvoll.
Auf jedem Weg kommen beide Seiten vor, die für und die gegen die Vorlage.
Wenn du Zeit und Lust hast, darfst du danach einen zweiten Weg öffnen. Für deinen Fortschritt reicht ein Weg. Wer einen Weg ganz macht, hat das Modul erledigt.
Medienmix: Auch hier wählst du Video, Audio oder Text. Probier ruhig ein Medium aus, das du noch nicht hattest.
Wähle deinen Weg
Wie viel kostet die Erhöhung der einen Haushalt pro Jahr? Je nach Quelle liest oder hörst du 100, 180 oder 350 Franken. Die 100 stammen aus einem Rechenmodell, das die FDP bestellt hat (Rendez-vous). Die 180 sind die Schätzung des Bundes für einen durchschnittlichen Haushalt (offizielles Abstimmungsvideo). Die 350 stammen aus einem älteren Modell, das nicht mehr gilt. Aber auch 100 und 180 passen nicht zusammen: Wer rechnet was?
Deine Aufgabe: Du findest heraus, warum die Zahlen verschieden sind, und rechnest selbst nach. Die Sätze und kennst du aus dem Modul «Worüber du abstimmst».
Zuerst: Wie reden die beiden Seiten über deinen Alltag? Wähle, wie du es erfahren willst.
Dein Medienmix: Video noch offen Audio noch offen Text noch offen
Was würde die Erhöhung im Alltag bedeuten?
mic SRF Rendez-vous, 08.10.2026 · Ausschnitt 0:00 – 4:28 (4:28)
Beantworte die Fragen im Audio und hör bis zum Schluss – dann ist der Ausschnitt erledigt.
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
Welches Getränk im Supermarkt würde bei einem Ja teurer?
Fahrplan als Text lesen
- Die Frage zum Einstieg (ab 0:00)
Hörauftrag: Worüber wird am 29. November abgestimmt? Und welche Frage stellt die Moderation für den Alltag?
- Die Mehrwertsteuer wird bei jedem Einkauf auf den Preis geschlagen.
- Der Normalsatz soll um 0,4 Prozentpunkte steigen. Abgestimmt wird am 29. November.
- Die Frage: Was würde im Alltag teurer, und was nicht?
- Beim Einkaufen (ab 0:43)
Hörauftrag: Welche Lebensmittel werden nicht teurer? Und gibt es bei den Getränken eine Ausnahme?
- Es gibt verschiedene Sätze. Die Vorlage betrifft nicht alle gleich.
- Wird nicht teurer: Essen und Trinken im Laden.: Käse, Milch, Brot, Obst, Gemüse
- Reduzierter Satz: Er gilt für Essen und Trinken und bleibt gleich: 2,6 %.
- Die Ausnahme: Alkoholische Getränke zahlen den Normalsatz.
- Was kostet mehr? (ab 1:28)
Hörauftrag: Für welchen Satz soll sich etwas ändern? Und welche Beispiele nennen die Stimmen?
- Normalsatz heute: 8,1 % → Vorlage: 8,5 %
- Bier im Supermarkt: wird teurer, der Apfelsaft nicht
- Grössere Anschaffungen: zum Normalsatz: Kleider, Schuhe, Fernseher, Möbel, Restaurant
- Nach welcher Logik? (ab 1:56)
Hörauftrag: Nach welchem Gedanken wird etwas tiefer oder höher besteuert? Wo ist die Grenze unklar?
- Tieferer Satz: Was man zum Leben dringend braucht.
- Normalsatz: Eher Luxus, nicht lebensnotwendig.
- Marius Brülhart (Volkswirtschaftsprofessor, Uni Lausanne): Die Grenze ist nicht immer scharf, zum Beispiel bei Hygieneprodukten und WC-Papier.
- Marius Brülhart (Volkswirtschaftsprofessor, Uni Lausanne): Die Einteilung hat auch etwas Bevormundendes.
Begriffe: Grundbedarf: Das, was Menschen zum Leben unbedingt brauchen, zum Beispiel Essen.
- Trifft es alle gleich? (ab 2:42)
Hörauftrag: Welches Beispiel wählt der Ökonom? Und was soll es zeigen?
- Die Mehrwertsteuer gilt als relativ unsozial.
- Beispiel: Ein Päckli Spaghetti kostet alle gleich viel.
- Marius Brülhart (Volkswirtschaftsprofessor, Uni Lausanne): «Leute mit tieferen Einkommen werden stärker belastet relativ zu ihrem Einkommen als die Leute mit höheren Einkommen.»
- Reduzierte Sätze, zum Beispiel bei Lebensmitteln → Sie federn die Wirkung ab
- Dazu kommt: Alle zahlen sie. Darum hat sie wenig Nebenwirkungen für Wirtschaft und Gesellschaft.
- Eine zweite Rechnung (ab 3:48)
Hörauftrag: Achte darauf, wie der Fachmann rechnet: Was passiert, wenn man über längere Zeit schaut?
- Diese Rechnung wurde im Auftrag der FDP gemacht. Die FDP ist gegen die Vorlage.
- Claude Maurer (Beratungsbüro BAK Economics): Im Alltag merkt man die Erhöhung fast nicht.
- Claude Maurer (Beratungsbüro BAK Economics): Über die Zeit summiert sie sich: Das Rechenmodell nennt einen Betrag pro Haushalt und Jahr.
- Claude Maurer (Beratungsbüro BAK Economics): Das wirke sich auch auf die Gesamtwirtschaft aus.
- Ob das zumutbar ist, entscheiden die Stimmenden Ende November.
Begriffe: Rechenmodell: Eine Berechnung, die zeigt, wie etwas wirken könnte. Das Ergebnis hängt von den Annahmen ab.
Achtung: Die 100 Franken in diesem Beitrag stammen aus einem Rechenmodell, das die FDP bestellt hat.
Quellen: SRF Rendez-vous, 08.10.2026
Ja-Seite Bundesrat, Parlament, SP, Grüne, Mitte und Gewerkschaften: Die Last verteilt sich auf viele Schultern. Alle zahlen mit, auch Rentnerinnen und Rentner. Pro Person sei die Wirkung gering: SP-Fraktionschefin Marti nennt etwa 5 Franken pro Monat und Person, bei einem durchschnittlichen Einkommen. Lebensmittel und Medikamente bleiben bei 2,6 %.
Nein-Seite FDP, SVP, Gewerbe, dazu Juso und VPOD: Die Erhöhung trifft den Mittelstand und Familien mit tiefen Einkommen. Ein Rechenmodell, das die FDP bestellt hat, kommt auf rund 100 Franken pro Haushalt und Jahr. Der Bund solle zuerst sparen.
Neutrale Einordnung Ökonomie: Reiche zahlen in Franken mehr, tiefe Einkommen werden im Verhältnis stärker belastet (Ökonom Marius Brülhart). Teurer werden Kleider, Möbel und Restaurantbesuche.
Der Normalsatz stiege von 8,1 auf 8,5 %, frühestens ab 2028. Der reduzierte Satz von 2,6 % für Lebensmittel und Medikamente bliebe. Ab 2029 brächte die Erhöhung rund 1,4 Milliarden Franken pro Jahr, unbefristet.
Quellen: SRF Rendez-vous, 05.10.2026 und 08.10.2026; 20 Minuten, 10.10.2026; SRF Tagesschau, 28.09.2026; 20 Minuten, 27.10.2026
Aufgabe 1: Warum sind die Zahlen verschieden?
Hinter jeder Zahl steckt eine Annahme. Ordne zuerst die Zahlen denen zu, die sie nennen. Deck dann die drei Karten auf und rechne mit.
Sortierbrett — Wer rechnet was?
Wer nennt welche Zahl, und was misst sie? Leg jede Zahl zu ihrer Quelle. Nur der erste Versuch zählt.
4 Karten übrig
Rund 100 Franken pro Haushalt und Jahr
Hör nochmals ins Rendez-vous vom 8. Oktober. Wer hat dieses Rechenmodell bestellt?
180 Franken pro Jahr für einen durchschnittlichen Haushalt
Das ist eine offizielle Schätzung. Schau das Abstimmungsvideo ab 2:17.
Etwa 5 Franken pro Monat und Person
Achte auf die Einheit: pro Monat, pro Person. Lies den Text mit der Ja-Seite oben nochmals.
7 bis 28 Franken pro Monat und Haushalt, je nach Einkommen
Nur eine Quelle staffelt nach Einkommen. Die Zahlen stehen in Aufgabe 2.
Rund 100 Franken pro Haushalt und Jahr, für einen Durchschnittshaushalt. Das Modell hat die FDP bestellt.
180 Franken pro Jahr für einen durchschnittlichen Haushalt. Wie der Bund rechnet, sagt das Video nicht.
Etwa 5 Franken pro Monat und Person, bei einem durchschnittlichen Einkommen. Das sind 60 Franken im Jahr, aber pro Person.
7 Franken pro Monat bei einem Einkommen bis 4600 Franken, 28 Franken ab 13 400 Franken. Die Beträge gelten pro Haushalt.
Blick+, 22.08.2026 (keine öffentliche URL)
Die SP-Fraktionschefin Marti nennt etwa 5 Franken pro Monat und Person, bei einem durchschnittlichen Einkommen (20 Minuten, 10.10.2026).
Rechne hoch auf ein Jahr: 5 × 12 = 60 Franken pro Person.
- 2 Personen: 120 Franken
- 3 Personen: 180 Franken
- 4 Personen: 240 Franken
Achtung, Zufall: Auch der Bund nennt 180 Franken pro Jahr, für einen durchschnittlichen Haushalt (Abstimmungsvideo, ab 2:17). Wie er rechnet, sagt das Video nicht. Ob er so rechnet wie wir hier, wissen wir also nicht. Die Rechnung zeigt aber: Die Haushaltsgrösse verändert die Zahl stark.
Quellen: 20 Minuten, 10.10.2026; Der Bundesrat, Abstimmungsvideo, 21.10.2026, ab 2:17
Die Nein-Seite rechnet auch indirekte Kosten mit, etwa für Bauern, Bäckereien und Transporteure, und verweist auf ihre eigene Studie.
Die Ja-Seite nennt dagegen nur die Beträge an der Kasse: Marti spricht von etwa 5 Franken pro Monat und Person. Ob indirekte Kosten mitzählen, sagt sie nicht.
Beides ist eine Wahl, kein Rechenfehler.
Quelle: Blick, 07.10.2026, Faktencheck «FDP warnt fälschlich vor teureren Lebensmitteln wegen AHV-Zustupf» (keine öffentliche URL); SRF Tagesschau, 05.10.2026; Marti: 20 Minuten, 10.10.2026
Die Steuer fällt nur auf dem Normalsatz an. Ein Haushalt, der viel in Restaurants, für Kleider oder Möbel ausgibt, zahlt mehr als einer, der vor allem Brot und Medikamente kauft.
Ein Durchschnittshaushalt (100 Franken, so das FDP-Rechenmodell) ist eine Rechengrösse. Dein eigener Haushalt kann klar darüber oder darunter liegen.
Quelle: SRF Rendez-vous, 08.10.2026
Aufgabe 2: In Prozent des Einkommens
Ein Blick+-Beitrag (22.08.2026) nennt zwei Beträge: 7 Franken pro Monat bei einem Monatseinkommen bis 4600 Franken, 28 Franken pro Monat ab 13 400 Franken. Die Beträge gelten pro Haushalt, im Schnitt über alle Haushalte. Für einen Einpersonenhaushalt nennt der Beitrag 6 bis 18 Franken pro Monat. (Blick, 22.08.2026, «So viel kostet dich der Mehrwertsteuer-Zuschlag», keine öffentliche URL)
Rechne mit dem Taschenrechner: Betrag ÷ Einkommen × 100. Notiere beide Prozentwerte, bevor du aufdeckst.
7 ÷ 4600 × 100 = rund 0,15 % des Einkommens.
28 ÷ 13 400 × 100 = rund 0,21 % des Einkommens.
Der zweite Anteil ist grösser als der erste.
Mit diesen Zahlen trägt das höhere Einkommen keinen kleineren Anteil, im Gegenteil: 0,21 % gegen 0,15 %. Man erwartet bei der Mehrwertsteuer das Umgekehrte («regressiv»).
Aber Vorsicht: «bis 4600» und «ab 13 400» sind Grenzwerte von Gruppen. Wer in der unteren Gruppe weniger als 4600 Franken verdient, hat einen höheren Anteil. Wer in der oberen Gruppe mehr als 13 400 verdient, hat einen kleineren. Die Rechnung zeigt dir nur: Aus diesen zwei Zahlen allein kannst du «regressiv» weder belegen noch widerlegen.
Zwei Lesarten: relativ oder absolut?
Ob die Steuer «gerecht» ist, hängt davon ab, was du vergleichst: den Anteil am Einkommen (relativ) oder den Betrag in Franken (absolut). Beide Seiten haben ihre Zahl. Deck beide Karten auf.
Claude Maurer (BAK Economics, Rechenmodell im Auftrag der FDP): «Das sind für ein Durchschnittshaushalt doch 100 Franken, auf 10 Jahre 1000 Franken.» Rendez-vous, 08.10.2026
Susanne Vincenz-Stauffacher (FDP-Co-Präsidentin): Die Erhöhung treffe den Mittelstand und Familien mit tiefen Einkommen, besser sei eine AHV-Reform. Rendez-vous, 05.10.2026
Nachgerechnet: 100 Franken pro Jahr sind rund 8 Franken pro Monat.
Prüffrage: Wer hat die Studie bestellt, und was rechnet sie nicht mit?
Paul Rechsteiner (ehemaliger SP-Ständerat): «Es ist nicht mehr als gerecht, dass auch die Rentnerinnen und Rentner via Mehrwertsteuer etwas zur AHV-Finanzierung beitragen.» Tagblatt, 26.10.2026 (keine öffentliche URL)
Daniel Lampart (SGB-Chefökonom) rechnet im Forum mit einem Luxusauto für 325 000 Franken: «Wenn einer so einen kauft, dann zahlt er rund 24'000 Mehrwertsteuer.» Forum, 22.10.2026
Nachgerechnet: 325 000 ÷ 1,081 × 0,081 = rund 24 350 Franken. Das stimmt, aber es ist die Steuer, die schon heute anfällt. Die Erhöhung allein kostet bei diesem Auto rund 1200 Franken.
Prüffrage: Rechsteiner war SP-Ständerat, Lampart ist Chefökonom des Gewerkschaftsbunds. Welche Interessen haben sie? Wer zahlt in Franken mehr, und wer trägt im Verhältnis zum Einkommen mehr?
Ökonominnen und Ökonomen: relativ und absolut
mic SRF Echo der Zeit, 10.06.2025 · Ausschnitt 1:38 – 2:48 (1:10)
Archiv, Juni 2025: Damals war noch eine Mischfinanzierung im Gespräch, das ist überholt. Im ganzen Beitrag wird der reduzierte Satz mit «2,5 %» genannt; richtig sind 2,6 %. Die Aussagen zur Wirkung gelten weiter.
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
Fahrplan als Text lesen
- Alle zahlen gleich viel (ab 0:00)
Hörauftrag: Beim Einkauf gilt für alle derselbe Satz. Wen belastet er trotzdem stärker, und in welchem Sinn?
- Alle zahlen beim Einkauf denselben Satz.
- Relativ gesehen: Ärmere Leute werden stärker belastet als reichere.
Begriffe: Relativ: Im Verhältnis zum Einkommen. Gemeint ist der Anteil des Einkommens, der für die Steuer draufgeht.
- Und in Franken gerechnet? (ab 0:16)
Hörauftrag: Wer bezahlt in Franken mehr Mehrwertsteuer? Achte auf den Grund.
- Höhere Einkommen → konsumieren mehr, oft teurere Güter → bezahlen in Franken mehr Mehrwertsteuer
Begriffe: Absolut: In Franken gerechnet, ohne Bezug zum Einkommen.
- Zwei Massstäbe (ab 0:33)
Hörauftrag: Nach welchen zwei Kriterien beurteilt der Ökonom eine Steuer? Wie schneidet die Mehrwertsteuer ab?
- Zwei Kriterien für jede Steuer
- Verteilung: Wie stark sollen Reiche mehr zahlen? Das lässt sich wissenschaftlich nicht festlegen.
- Wachstum: Wie wirkt die Steuer auf die ganze Wirtschaft?
- Verteilung: schlechter als andere Steuern. Wachstum: im Vorteil.
Aufgabe 3: Der Warenkorb
Schätze zuerst, wie viel teurer es wird, dann deck auf. Die Rechnung gilt, wenn der Laden die Erhöhung voll weitergibt.
Schätze den Preis
Ein T-Shirt kostet heute 100 Franken. Der Normalsatz steigt von 8,1 % auf 8,5 %. Wie viele Rappen kostet es danach mehr?
Das T-Shirt kostet danach 100.37 Franken, also 37 Rappen mehr. Der Preis enthält die Steuer schon, deshalb ist der Aufschlag so klein.
Was alle geschätzt haben
Lade die Schätzungen …
Zählt alle Teilnehmenden dieser Einheit, nicht nur deine Klasse.
Normalsatz: 8,1 % → 8,5 %.
100 ÷ 1,081 × 1,085 = 100.37, also rund 37 Rappen mehr.
Reduzierter Satz: 2,6 %, bleibt.
Kein Aufschlag durch die Vorlage.
Essen und Trinken vor Ort laufen zum Normalsatz: 8,1 % → 8,5 %, also etwa 1 bis 2 Rappen mehr.
Das Sandwich zum Mitnehmen bleibt bei 2,6 %.
Quelle: SRF Trend, 18.10.2024 (Sätze), SRF Rendez-vous, 08.10.2026
Zwei Aussagen zum Prüfen, eine pro Seite.
- Nein-Seite: Ein FDP-Video zeigt einen Einkaufswagen voller Lebensmittel, obwohl deren Satz (2,6 %) nicht steigt. Der Faktencheck (Blick, 07.10.2026) ist nach eigener Angabe KI-generiert und redaktionell geprüft: Wie gehst du damit um?
- Ja-Seite: SP-Fraktionschefin Marti nennt etwa 5 Franken pro Monat und Person. Für welche Person und welchen Konsum gilt die Zahl? Rechnet sie indirekte Kosten mit? Erklärstück: 20 Minuten, 10.10.2026.
Quellen (keine öffentliche URL): Blick, 07.10.2026 · Blick+, 22.08.2026 · Tagblatt, 26.10.2026
Verständnisfragen — Nachrechnen
Frage 1 von ?Das Rechenmodell, das auf 100 Franken pro Haushalt und Jahr kommt: Wer hat es bestellt?
Wie antwortet die Ja-Seite auf die Sorge um den Alltag?
Ein T-Shirt kostet 100 Franken. Wie viel mehr zahlst du ab 2028, wenn der Laden die Erhöhung voll weitergibt?
Auch Politiker und Verbandsvertreter der Ja-Seite haben ein eigenes Interesse an ihren Zahlen.
Beide Seiten können mit ihrer Zahl recht haben: Reiche zahlen in Franken mehr, tiefe Einkommen tragen oft einen grösseren Anteil ihres Einkommens.
Umfrage
Wenn du die Belastung durch die Mehrwertsteuer beurteilst: Welcher Massstab zählt für dich am meisten?
Deine Rückfrage
Eine Kollegin sagt: «Die Erhöhung kostet uns 100 Franken im Jahr.» Ein Kollege sagt: «180.» Welche zwei Fragen stellst du den beiden, bevor du einer Zahl glaubst?
Schreibe keine Namen oder persönlichen Angaben in dieses Feld.
Ein Abstimmungskampf ist auch ein Wettstreit der Wörter: Du achtest nicht nur darauf, was beide Lager sagen, sondern auch wie.
Deine Aufgabe: Du sortierst Argumente in ein Raster (Ja/Nein, Fairness/Geld) und findest pro Seite ein rhetorisches Mittel. Es geht um die und ihre Finanzierung mit einer höheren .
Der Kampagnenstart (5. Oktober)
Am 5. Oktober eröffnet der Bund seine Kampagne, und die FDP antwortet am selben Tag.
Wähle: Wie willst du den Schlagabtausch vom 5. Oktober verfolgen?
Dein Medienmix: Video noch offen Audio noch offen Text noch offen
Quellen: SRF Tagesschau, 05.10.2026
Warum der Bundesrat höhere Mehrwertsteuer will
mic SRF Rendez-vous, 05.10.2026 · Ausschnitt 0:00 – 4:05 (4:05)
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
Fahrplan als Text lesen
- Die Kampagne beginnt (ab 0:00)
Hörauftrag: Was soll mit der Vorlage umgesetzt werden? Und warum braucht es Geld?
- Bundesrätin Baume-Schneider eröffnet die Kampagne des Bundesrats.
- Ein Volksentscheid soll umgesetzt werden → 13. AHV-Rente: erste Auszahlung im Dezember → Dafür braucht es über 4 Mrd. Fr.
- Die Argumente des Bundesrats (ab 0:53)
Hörauftrag: Welche Vorteile nennt die Bundesrätin? Achte darauf, welcher Satz nicht steigt.
- Bundesrätin Baume-Schneider (Bundesrätin, im Bericht wiedergegeben): Die Erhöhung ist ein erster Schritt mit vielen Vorteilen.
- Bundesrätin Baume-Schneider (Bundesrätin, im Bericht wiedergegeben): Sie ist breit abgestützt und sozialverträglich.
- Bundesrätin Baume-Schneider (Bundesrätin, im Bericht wiedergegeben): Alle Generationen beteiligen sich.
- Der reduzierte Satz bleibt: Familien und Menschen mit kleinen Einkommen werden weniger belastet.
- Ausgenommen: Lebensmittel, Medikamente
Begriffe: Sozialverträglich: So gestaltet, dass Menschen mit wenig Geld nicht zu stark belastet werden.
- Und bei einem Nein? (ab 1:49)
Hörauftrag: Welche Folgen nennt die Bundesrätin für den Fall, dass die Vorlage abgelehnt wird?
- Defizite in Milliardenhöhe, Jahr für Jahr → Die Reserven sinken rasch → Druck auf die Renten
- Bundesrat und Parlament wollen keine Defizitspirale bei der AHV.
Begriffe: Reserven: Geld, das man zur Seite gelegt hat, um später Lücken zu füllen.
- Die FDP sieht es anders (ab 2:13)
Hörauftrag: Worum geht es der FDP-Co-Präsidentin im Grundsatz? Welche Frage stellt sie?
- Die FDP führt die Kampagne der Gegner an.
- Susanne Vincenz-Stauffacher (Co-Präsidentin der FDP): Es geht ihr um Grundsätzliches.
- Susanne Vincenz-Stauffacher (Co-Präsidentin der FDP): Hat der Bund seine Ausgaben nicht im Griff, soll er nicht immer wieder in die Taschen der Bevölkerung greifen.
- Susanne Vincenz-Stauffacher (Co-Präsidentin der FDP): Ist eine höhere Mehrwertsteuer wirklich die Antwort auf jedes Problem?
- Wen trifft es? (ab 2:57)
Hörauftrag: Welche Beispiele nennt die FDP-Co-Präsidentin? Was wünscht sie sich statt der Erhöhung?
- Dass viele Menschen nur ein wenig mehr zahlen, lässt sie nicht gelten.
- Der Mittelstand: Der Normalsatz gilt auch hier:: Coiffeur, Handwerker, Möbel
- Familien mit tiefem Einkommen: Für sie sei es eine Belastung.
- Ihre bessere Lösung: Eine grundsätzliche Reform der AHV, womöglich mit höherem Rentenalter.
- Wer steht wo? (ab 3:45)
Hörauftrag: Welche Gruppen sind für die Vorlage, welche dagegen? Notiere je eine.
- Dagegen: FDP, SVP, Arbeitgeberverbände, Gewerbe
- Dafür: Bundesrat, Parlament, SP, Grüne, Mitte, Gewerkschaften
- Die Stimmenden entscheiden Ende November.
Quellen: SRF Rendez-vous, 05.10.2026
Die Ja-Seite Bundesrätin Baume-Schneider wirbt für die Erhöhung um 0,4 . Alle zahlen mit, auch Rentnerinnen und Rentner. Bei einem Nein drohten Defizite bis zu 5 Milliarden Franken pro Jahr (die Bundesrätin nennt kein Jahr). Für das Ja sind Bundesrat, Parlament, SP, Grüne, Mitte und Gewerkschaften.
Die Nein-Seite Die FDP lehnt ab: keinen Rappen neue Steuern. Der Bund habe seine Ausgaben nicht im Griff. Besser sei es, zu sparen und die AHV zu reformieren. Für das Nein sind FDP, SVP, Arbeitgeberverbände und Gewerbe. Auch links gibt es Nein-Stimmen, etwa von Juso und VPOD.
Auffällig: Beide Seiten brauchen Alltagsbilder und nennen eine Gefahr. Die Ja-Seite warnt vor Defiziten, die Nein-Seite vor einer Belastung des Portemonnaies.
Quellen: SRF Rendez-vous, 05.10.2026; SRF Tagesschau, 05.10.2026 und 28.09.2026; srf.ch, 09.10.2026
Zwei Kampagnen im Vergleich
Zwei Beiträge, die zusammengehören: links der Start der Nein-Kampagne (28. September), rechts das Ja-Komitee (13. Oktober). Schau beide an und notiere dir je: Wer spricht? Welches Hauptargument? Welches Bild oder Wort bleibt hängen?
Quellen: SRF Tagesschau, 28.09.2026 und 13.10.2026
Wer: Vertretungen der FDP. Juso und VPOD lehnen ebenfalls ab, werden aber im Beitrag nur genannt, nicht gezeigt.
Argument: Kaufkraftverlust, Einkaufstourismus, Kosten für die Wirtschaft; sparen und die AHV reformieren.
Beleg: Eine Studie von BAK Economics, von der FDP bestellt: Die Erhöhung koste tiefe Einkommen 0,17 % ihres Einkommens (im Beitrag ab 2:01). Andere Rechnungen kommen auf 0,15 bis 0,21 %, siehe Weg «Nachrechnen».
Fehlt: Die Ja-Seite kommt nur mit einem Satz vor.
Wer: Ein Komitee von links bis Mitte; die Namen werden nicht genannt.
Argument: Die Finanzierung sei nachhaltig; der Einwand der KMU wird zurückgewiesen. Zusammen mit dem Bundesbeitrag sei die 13. Rente rund zur Hälfte finanziert.
Behauptung: FDP und SVP hätten einen «Strategiewechsel» vollzogen. Das ist die Sicht des Ja-Komitees, kein belegter Fakt.
Fehlt: Die Gegenseite kommt nur als Zusammenfassung vor.
Die Debatte im Radio
Im «Forum» von Radio SRF diskutieren am 22. Oktober der Präsident der Jungfreisinnigen eines Kantons, Niklaus Schwerzmann (Nein), und der Chefökonom des Gewerkschaftsbunds, Daniel Lampart (Ja). In Ausschnitt 3 antwortet Schwerzmann auf Lampart.
Achtung: Das ist eine Live-Debatte. Ob eine Zahl stimmt, prüfst du selbst.
Ausschnitt 1: Strukturreform und Rentenalter (Nein)
mic SRF Forum, 22.10.2026 · Ausschnitt 30:18 – 33:31 (3:13)
Beantworte die Fragen im Audio und hör bis zum Schluss – dann ist der Ausschnitt erledigt.
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
Welche Folgerung zieht Schwerzmann aus dem Ungleichgewicht zwischen Einzahlenden und Beziehenden?
Fahrplan als Text lesen
- Zwei Gäste im Studio (ab 0:00)
Hörauftrag: Achte auf die Frage der Moderation: Was soll Schwerzmann genauer erklären?
- Niklaus Schwerzmann: Präsident der Jungfreisinnigen. Er sagt Nein zur Vorlage.
- Daniel Lampart: Chefökonom des Gewerkschaftsbunds (SGB). Er sagt Ja zur Vorlage.
- Was heisst Reform? (ab 0:17)
Hörauftrag: Welche Idee nennt Schwerzmann, die schon einmal an der Urne war? Und was findet er jetzt spannend?
- Eine frühere Idee: Die Rentenalter-Idee seiner Partei wurde abgelehnt. Er akzeptiert das, will aber weiter darüber reden.
- Lebensarbeitszeit: Wer früh einzahlt, soll anders behandelt werden als jemand, der spät einsteigt.
Begriffe: Lebensarbeitszeit: Alle Jahre im Leben, in denen jemand arbeitet und einzahlt, vom Berufsstart bis zur Pensionierung.
- Warum länger arbeiten? (ab 1:19)
Hörauftrag: Welche zwei Gründe nennt Schwerzmann dafür, dass sich etwas ändern muss?
- Die Menschen leben länger als früher → Weniger Junge zahlen ein, mehr Menschen beziehen → Es brauche ein System, das dies abfedert, nicht nur Geld
- Warum nicht beides? (ab 2:16)
Hörauftrag: Die Moderation fragt nach der Mehrwertsteuer. Welche Sorge hat Schwerzmann für das Parlament?
- Die Nachfrage: Die Moderation fragt: Warum nicht länger arbeiten und die Mehrwertsteuer erhöhen?
- Seine Sorge: Bei einem Ja sinke der Druck auf das Parlament, eine Reform zu machen.
- Giesskanne: Er findet es nicht richtig, dass auch Millionäre die 13. Rente bekommen.
Begriffe: Giesskanne: Man gibt allen gleich viel, ohne zu fragen, wer es braucht.
Ausschnitt 2: Ist die Mehrwertsteuer sozial? (Ja)
mic SRF Forum, 22.10.2026 · Ausschnitt 9:02 – 10:32 (1:30)
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
Fahrplan als Text lesen
- Die Frage an Lampart (ab 0:00)
Hörauftrag: Welche Kritik an der Mehrwertsteuer fasst die Moderation zusammen? Achte auf das Beispiel mit dem Buch.
- Die Moderation nennt eine häufige Kritik an der Mehrwertsteuer.
- Gleicher Satz für alle: Ein Millionär zahlt beim Buchkauf denselben Satz wie jemand, der aufs Geld schauen muss.
- Andere Steuern: Die Bundes- und die Einkommenssteuer sind progressiv: Wer mehr verdient, zahlt anteilsmässig mehr.
Begriffe: Progressiv: Eine Steuer ist progressiv, wenn höhere Einkommen einen grösseren Anteil davon bezahlen.
- Lamparts Antwort (ab 0:33)
Hörauftrag: Wie begründet Lampart, dass die Mehrwertsteuer sozial wirken kann? Achte auf sein Beispiel.
- Die AHV selbst sei sehr sozial, sagt Lampart.
- Jemand kauft ein sehr teures Luxusauto → In Franken fällt viel Mehrwertsteuer an → Wer mehr konsumiert, zahlt mehr
- Woher kommt das Soziale? (ab 0:58)
Hörauftrag: Woher kommt das Gerechte nach Lampart? Was sagt er zu Lohnprozenten und zur direkten Bundessteuer?
- Andere Quellen: Es gebe sozialere Finanzierungsquellen.
- Die Umverteilung: Das Gerechte komme von der AHV, nicht von ihrer Finanzierung.
- Sein Fazit: Lohnprozente und direkte Bundessteuer seien noch sozialer. Auch die Mehrwertsteuer sei sozial.
Begriffe: Umverteilung: Geld geht von Menschen mit mehr Einkommen zu Menschen mit weniger.
Ausschnitt 3: Gewerkschaft gegen Jungfreisinn (Ja, mit Antwort)
mic SRF Forum, 22.10.2026 · Ausschnitt 35:13 – 37:17 (2:04)
Beantworte die Fragen im Audio und hör bis zum Schluss – dann ist der Ausschnitt erledigt.
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
Was sagt Lampart über ältere Menschen, die ihre Stelle verlieren?
Fahrplan als Text lesen
- Ein höheres Rentenalter? (ab 0:00)
Hörauftrag: Warum wehrt sich Lampart gegen ein höheres Rentenalter? Achte auf sein erstes Beispiel.
- Die Moderation fragt: Mit einem höheren Rentenalter wäre die AHV auch saniert. Warum wehrt sich Lampart?
- Daniel Lampart (Chefökonom Gewerkschaftsbund (SGB), für die Vorlage): Ältere, die ihre Stelle verlieren, finden meist keine neue Arbeit mehr. Das sei ein riesiges Problem.
- Daniel Lampart (Chefökonom Gewerkschaftsbund (SGB), für die Vorlage): Niemand sei sicher, seine Stelle zu behalten.
- Moderation (SRF Forum): Die Mehrheit habe ja eine Stelle.
Begriffe: Rentenalter: Das Alter, in dem man pensioniert wird und die AHV-Rente beginnt.
- Körperlich harte Berufe (ab 0:32)
Hörauftrag: Welche Berufe nennt Lampart? Was ist bei ihnen das Problem?
- Pflege: Rückenschmerzen
- Handwerk: Schmerzen in Händen und Knien
- Lehrpersonen: zu stark belastet, halten es nicht mehr aus
- Als Gewerkschafter treffe er täglich Menschen, die froh sind, zur Pensionierung gehen zu können.
- Die Antwort (ab 1:08)
Hörauftrag: Wie antwortet Schwerzmann auf die Beispiele aus Pflege und Handwerk? Achte auf das Wort, das er für seinen Weg braucht.
- Die Moderation fasst Lamparts Einwand zusammen und gibt Schwerzmann das Wort.
- Kein Pauschalweg: Der pauschale Vorschlag seiner Partei kam nicht durch. Dort müsse man jetzt nicht ansetzen.
- Zu den Beispielen: Dass Menschen auf dem Bau irgendwann nicht mehr mögen, sei klar. Es gehe nicht darum, dass alle einfach länger arbeiten.
- Anreize: Arbeitgeber sollen auch ältere Menschen weiter anstellen. Das müsse die Politik angehen.
- Man müsse es gesamthaft anschauen.
Begriffe: Anreiz: Ein Vorteil, der jemanden dazu bringt, etwas zu tun.
Aufgabe: Argumente sortieren
Wer sagt was, und worum geht es? Leg jede Karte ins passende Feld: Ja oder Nein, Fairness oder Geld. Am Schluss siehst du die Auflösung.
Sortierbrett — Argumente
Zieh jede Karte ins passende Feld oder tipp erst die Karte, dann das Feld an. Nur der erste Versuch zählt.
8 Karten übrig
«Alle werden etwas bezahlen, […] auch Touristen, die in unser Land kommen.»
Bundesrätin Baume-Schneider, SRF Tagesschau, 05.10.2026
Schau nochmals den Kampagnenstart vom 5. Oktober: Die Bundesrätin ist für die Vorlage. Geht es hier um Geld oder darum, wer zahlt?
Die AHV selbst sei «total sozial», nicht die Art der Finanzierung.
Daniel Lampart, Gewerkschaftsbund, SRF Forum, 22.10.2026 (sinngemäss)
Hör nochmals: Ausschnitt 2 (Lampart). Ist er für oder gegen die Vorlage?
Die Erhöhung trifft den Mittelstand und Familien mit tiefen Einkommen.
Susanne Vincenz-Stauffacher, FDP, SRF Rendez-vous, 05.10.2026 (sinngemäss)
Die FDP ist gegen die Vorlage. Und hier geht es darum, wen die Steuer trifft.
Die Mehrwertsteuer sei eine «unsoziale Steuer».
Jasmin Chalendi, Gewerkschaft VPOD, 20 Minuten, 27.10.2026
Auch Linke können Nein sagen. Wer ist der VPOD?
Bei einem Nein drohen Defizite von bis zu 5 Milliarden Franken pro Jahr.
Bundesrätin Baume-Schneider, laut SRF Tagesschau, 05.10.2026
Kampagnenstart vom 5. Oktober: Wovor warnt die Bundesrätin, die für die Vorlage ist?
Die Erhöhung bringt rund 1,4 Milliarden Franken pro Jahr.
swissinfo, 06.10.2026
Eine Zahl, mit der die Ja-Seite rechnet: Sie zeigt, was die Erhöhung der AHV bringt.
«Keinen Rappen neue Steuern»
Slogan der FDP, SRF Tagesschau, 28.09.2026
Schau nochmals den Start der Nein-Kampagne vom 28. September. Worum geht es im Slogan: um Fairness oder ums Geld?
«Der AHV geht es gut.» 2025 machte sie rund 4,4 Milliarden Franken Plus.
VPOD, 20 Minuten, 27.10.2026 · Zahl: SRF Tagesschau, 26.05.2026
Auch Linke können Nein sagen. Wer ist der VPOD? Braucht die AHV für ihn mehr Geld?
Die Ja-Seite argumentiert: Auch Rentnerinnen und Rentner und auch Touristen zahlen mit, die Last verteile sich breit. Lampart sagt im Forum: Sozial wirke die AHV selbst, nicht die Art der Finanzierung.
Die FDP sagt: Die Erhöhung treffe den Mittelstand und Familien mit tiefen Einkommen. Der VPOD von links nennt die Steuer «unsozial». Die Studie zu den 0,17 % ist von der FDP bestellt.
SRF Rendez-vous 05.10.; SRF Tagesschau 28.09.; 20 Minuten 27.10. (keine öffentliche URL); swissinfo 06.10.
Bei einem Nein drohen laut Bundesrätin Defizite bis zu 5 Milliarden Franken pro Jahr (ohne Jahresangabe). Die Erhöhung bringt rund 1,4 Milliarden Franken pro Jahr; 2035 fehlen damit noch rund 3,6 statt fast 5 Milliarden.
Die Nein-Seite warnt vor Kaufkraftverlust, Einkaufstourismus und Kosten für die Wirtschaft. Der Bund habe seine Ausgaben nicht im Griff. Die AHV schloss 2025 mit einem Plus von rund 4,4 Milliarden ab, ein Teil davon aus Anlagegewinnen.
Aufgabe: Wörter, die wirken
Jede Seite hat ein Wort, das hängen bleibt. Wie wirken solche Wörter? Ordne sie vier Mitteln zu. Zu jedem Mittel gibt es eine Gegenfrage.
Sortierbrett — Wörter, die wirken
Welches Mittel steckt in diesem Wort? Leg jede Karte ins passende Feld. Nur der erste Versuch zählt.
5 Karten übrig
«Keinen Rappen neue Steuern»
Slogan der Nein-Seite, SRF Tagesschau, 28.09.2026
Welches Wort lässt keinen Spielraum? Schau nochmals den Start der Nein-Kampagne an.
«Jung und alt sichern gemeinsam die Renten»
Motto des Ja-Komitees
Zwei Gruppen werden zu einer. Welches Wort im Motto macht das?
«MWST-Schwindel»
Vorwurf der FDP, 20 Minuten, 10.10.2026
Das Wort urteilt schon, bevor jemand ein Argument nennt.
Die Mehrwertsteuer sei eine «unsoziale Steuer».
Gewerkschaft VPOD, 20 Minuten, 27.10.2026
Wie «Schwindel»: ein Urteil als Wort. Die Argumente dazu fehlen.
FDP und SVP hätten einen «Strategiewechsel» vollzogen.
Ja-Komitee, SRF Tagesschau, 13.10.2026
Hier wird jemandem eine Absicht angedichtet. Wer sagt das über wen?
Ein Wort, das keinen Spielraum lässt. Es ist leicht zu merken.
Gegenfrage: Wie wird die Lücke gedeckt, die laut Bundesrätin bei einem Nein entsteht? Reicht sparen und reformieren?
Ein Gegensatzpaar, das zwei Gruppen zu einer zusammenfasst.
Gegenfrage: Was sagen die Jungen selbst? In der ersten SRG-Umfrage zu dieser Vorlage sagten 56 % der 18- bis 39-Jährigen Nein (SRF Tagesschau, 23.10.2026).
Ein Wort, das schon sagt, wie man die Vorlage sehen soll, bevor man Argumente kennt.
Gegenfrage: Was genau soll der Schwindel sein? Und was heisst «unsozial»: für wen, im Vergleich zu was?
Es schreibt dem Gegner eine Absicht zu. Das ist die Sicht der Ja-Seite, kein belegter Fakt.
Gegenfrage: Woher weiss die Ja-Seite, was FDP und SVP planen? Was sagen FDP und SVP selbst?
Verständnisfragen — Zuhören
Frage 1 von ?Am 5. Oktober treffen zwei Argumente aufeinander. Welches Paar stimmt?
Welches Motto gehört zu welcher Kampagne?
Lampart sagt im Forum, ein höheres Rentenalter sei in allen Berufen problemlos möglich.
Schwerzmann will die Finanzierungslücke laut Forum nicht nur mit Mehreinnahmen schliessen, sondern mit Strukturreformen und einer längeren Lebensarbeitszeit.
Ein Wort unter der Lupe
Wähle ein Wort aus den Kampagnen («Keinen Rappen», «Schwindel», «Jung und alt», «Strategiewechsel»). Was löst es bei dir aus, und was würdest du nachprüfen?
Schreibe keine Namen oder persönlichen Angaben in dieses Feld.
Am 3. März 2024 haben Volk und Stände die 13. AHV-Rente angenommen, wer sie bezahlt, blieb offen. Das Parlament entschied erst am 19. Juni 2026. Dazwischen lagen Rechenfehler, neue Pläne und viel Streit.
Im Kern ging es um zwei Wege: höhere oder eine höhere (oder eine Mischung). Eine sollte am Ende vermitteln. Du bekommst zuerst einen Überblick, dann den Zeitstrahl, dann beide Wege mit ihrem stärksten Argument.
Quellen: SRF Arena Erklärvideo, 29.05.2026 · SRF Echo der Zeit, 14.08.2024 · SRF Arena Erklärvideo, 19.06.2026
Wie willst du dich zuerst einen Überblick verschaffen?
Dein Medienmix: Video noch offen Audio noch offen Text noch offen
⚠ Archiv Mai 2026: Pläne und Zahlen von damals sind überholt.
Die Lager, die dagegen waren, hörst du in diesem Ausschnitt nicht. Du findest sie in der Zeitleiste unten.
Der Bundesrat will nur über die MWST finanzieren
mic SRF Echo der Zeit, 14.08.2024 · Ausschnitt 0:24 – 1:44 (1:20)
Archiv, August 2024: Der Bundesrat wollte damals nur die Mehrwertsteuer erhöhen. Wie hoch, war offen. Verbindlich ist der Beschluss vom 19.06.2026: Der Normalsatz steigt von 8,1 auf 8,5 %.
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
Fahrplan als Text lesen
- Der Entscheid (ab 0:00)
Hörauftrag: Der Bundesrat hat sich entschieden. Wofür? Achte auf das Wort «überraschend».
- Der Bundesrat entscheidet überraschend → Eine dritte Variante → Nur über die Mehrwertsteuer
- Besser als gedacht (ab 0:15)
Hörauftrag: Letzte Woche gab es Wirbel um die AHV. Was war der Grund?
- Das Ergebnis: Die AHV steht finanziell besser da als gedacht.
- Der Grund: Beim Bundesamt für Sozialversicherungen waren die Ausgaben wegen fehlerhafter Formeln zu hoch berechnet.
- Nicht alles gelöst (ab 0:27)
Hörauftrag: Was sagt die Innenministerin trotz der besseren Zahlen? Bis wann bleibt ein Loch?
- Innenministerin (Bundesrätin): Trotz der korrigierten Zahlen sind nicht alle Probleme gelöst.
- Die Einführung der 13. Rente führt bis 2030 zu einem bedeutenden Defizit.
Begriffe: Defizit: Es fehlt Geld: Die Ausgaben sind grösser als die Einnahmen.
- Weniger Bedarf, eine Lösung (ab 0:49)
Hörauftrag: Welche Überlegung steht hinter dem Entscheid für nur eine Lösung?
- Der Finanzierungsbedarf fällt kleiner aus als erwartet.
- Innenministerin (Bundesrätin): Braucht es weniger Geld, ist eine einzige Lösung klarer: die Mehrwertsteuer.
- Innenministerin (Bundesrätin): So finanzieren alle mit, auch wer die 13. Rente bekommt.
Begriffe: Finanzierungsbedarf: Das Geld, das zusätzlich nötig ist, damit eine Ausgabe bezahlt werden kann.
Von 2024 bis zur Vorlage: der Überblick
Zwei Wege, viele Pläne. Der Bundesrat legte 2024 zuerst zwei Varianten vor: nur Lohnbeiträge oder eine Mischung mit MWST. Im August 2024 schlug er vor, nur die MWST zu erhöhen. Später stritten Ständerat und Nationalrat über beide Wege.
Hinter dem Streit steht eine Frage: Wer soll zahlen? Lohnbeiträge belasten Menschen mit Lohn und ihre Arbeitgeber. Die MWST zahlen alle, die etwas kaufen, auch Rentnerinnen und Rentner. Beide Wege hatten zeitweise eine Mehrheit.
Viele Pläne sind überholt. Verbindlich ist nur der Beschluss vom 19. Juni 2026: eine höhere MWST, unbefristet. Weil die Verfassung geändert wird, entscheiden Volk und Stände am 29. November.
Sortierbrett — Der Zeitstrahl
Bring die sechs Ereignisse in die richtige Reihenfolge, vom ältesten zum jüngsten. Das Datum siehst du erst, wenn die Karte am richtigen Platz liegt. Nur der erste Versuch zählt.
6 Karten übrig
03.03.2024
Volk und Stände sagen Ja zur 13. AHV-Rente
Das ist der Anfang der Geschichte. Erst muss die 13. Rente beschlossen sein, dann fragt man, wer sie bezahlt.
14.08.2024
Der Bundesrat will nur die Mehrwertsteuer erhöhen
Das kommt vor dem Streit im Parlament. Im Überblick oben steht, was der Bundesrat zuerst vorlegte und was er dann vorschlug.
10.06.2026
Die Einigungskonferenz schlägt einen Mix aus MWST und Lohnbeiträgen vor
Eine Einigungskonferenz gibt es erst, wenn Ständerat und Nationalrat sich nicht einigen können. Das ist nach dem Bundesrats-Vorschlag.
17.06.2026
Der Nationalrat lehnt die Lohnbeiträge ab, mit 98:96 Stimmen
Der Nationalrat reagiert auf den Vorschlag der Einigungskonferenz. Es kommt also danach.
19.06.2026
Das Parlament beschliesst die Erhöhung der Mehrwertsteuer
Das ist der Schlusspunkt im Parlament. Er kommt erst, nachdem der Nationalrat entschieden hat.
29.11.2026
Volk und Stände stimmen über die Vorlage ab
Das ist das letzte Ereignis. Weil die Verfassung geändert wird, entscheiden Volk und Stände erst nach dem Parlament.
Volk und Stände nehmen die Initiative mit 58,2 % Ja an. Die Frage, wer sie bezahlt, bleibt offen.
Zuerst legt der Bundesrat zwei Varianten vor: nur Lohnbeiträge oder eine Mischung mit MWST. Die Gewerkschaften wollen nur Lohnbeiträge, die FDP will keine neue Abgabe. Dann verrechnet sich das Bundesamt für Sozialversicherungen mit zwei falschen Formeln, die Zahlen von damals gelten nicht mehr. Im August schlägt der Bundesrat überraschend vor, nur die Mehrwertsteuer zu erhöhen. Die Linke kritisiert die Belastung unterer Einkommen, die SVP lehnt jede Erhöhung ab.
Der Ständerat will Lohnbeiträge und MWST, der Nationalrat nur die MWST. Die Einigungskonferenz schlägt MWST +0,4 und Lohnbeiträge +0,2 Prozentpunkte vor.
Der Nationalrat lehnt die Lohnbeiträge mit 98:96 Stimmen ab (laut SRF-Bericht; SVP, FDP und GLP). Die MWST-Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte bleibt.
Der Normalsatz steigt von 8,1 auf 8,5 %, unbefristet und frühestens ab 2028. Der reduzierte Satz bleibt bei 2,6 %.
Weil die Verfassung geändert wird, entscheiden Volk und Stände.
Eine Station zum Anschauen. Was am 19.06.2026 beschlossen wurde, erklärt das offizielle Abstimmungsvideo des Bundes im Modul «Worüber du abstimmst».
⚠ Archiv, 17.06.2026: Der Beitrag zeigt den Stand zwei Tage vor dem Beschluss. Gültig ist, was der Nationalrat hier durchsetzt: die unbefristete MWST-Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte. Lohnabzüge sind vom Tisch.
Zwei Wege, je das stärkste Argument. Der Weg über Lohnbeiträge ist laut Arena-Erklärvideo «definitiv vom Tisch». Ein Blick auf beide zeigt, worum der Streit ging.
Weg 1: Lohnprozente Lohnprozente sind Abzüge vom Lohn, die sich Arbeitnehmende und Arbeitgeber teilen. Die Gewerkschaften nannten diesen Weg sozialer. Ein SRF-Bericht vom 27.03.2024 (Archiv, ab 3:10) hielt fest: «Die linke Seite und die Gewerkschaften wollen eine Finanzierung ausschliesslich über Lohnbeiträge, das sei sozialer.»
Die Einigungskonferenz schlug höhere Lohnbeiträge im Juni 2026 vor. Der Nationalrat lehnte sie danach ab (98:96, laut SRF-Bericht). Übrig blieb die Erhöhung der Mehrwertsteuer.
Der Einwand: Zahlen müssen nur Menschen mit einem Lohn. Rentnerinnen und Rentner, die von der 13. Rente profitieren, zahlen nichts mit.
Weg 2: Mehrwertsteuer Die MWST zahlt, wer etwas kauft. Darum tragen auch Rentnerinnen und Rentner etwas zur AHV bei. Die Ökonomin Isabel Martinez (ETH) sagte in «Echo der Zeit» (10.06.2025, ab 4:10): «Ein Argument für die Mehrwertsteuer ... ist, dass eben alle mitfinanzieren.»
Die Erhöhung betrifft den Normalsatz von 8,1 auf 8,5 %, frühestens ab 2028. Der reduzierte Satz von 2,6 % bliebe. Die Vorlage ist unbefristet.
Der Einwand: Bei gleichem Konsum trifft die Steuer ärmere Menschen anteilsmässig stärker. Das Fachwort dafür heisst regressiv.
Quellen: SRF Arena Erklärvideo, 19.06.2026 · SRF Tagesschau, 17.06.2026 · SRF Echo der Zeit, 10.06.2025
Verständnisfragen: Wie es kam
Frage 1 von ?Welche zwei Wege standen in der Finanzierungsfrage im Mittelpunkt?
Das Ergebnis 98:96 stammt aus der Einigungskonferenz.
Welche Zuordnung von Einwand und Weg stimmt?
Nach dem Rechenfehler des Bundesamts schlug der Bundesrat im August 2024 vor, nur die Mehrwertsteuer zu erhöhen.
Umfrage
Beide Wege haben einen Haken. Welcher Einwand wiegt für dich spontan schwerer?
Kurze Reflexion
Wähle einen der beiden Wege. Welchen Einwand der Gegenseite würdest du ernst nehmen, und warum?
Schreibe keine Namen oder persönlichen Angaben in dieses Feld.
Die wird im bezahlt, also von denen, die heute einzahlen. Bei dieser Vorlage zahlen auch Rentnerinnen und Rentner mit, wenn sie einkaufen. Betrifft das junge Menschen anders? Du gehst einer Frage nach, auf die es keine vorgegebene Antwort gibt:
MWST oder : Was ist für junge Menschen fairer?
Du hörst junge Stimmen von 2024 und 2025, siehst die neueste Umfrage nach Alter und liest zwei Stimmen von heute, die sich widersprechen. Dann legst du deine Gründe selbst zusammen.
Vorab: Die gilt als , Lohnabzüge dagegen als progressiv.
Wie willst du erfahren, wie die Jungen 2024 gestimmt haben?
Dein Medienmix: Video noch offen Audio noch offen Text noch offen
⚠ Archiv März 2024: Pläne und Zahlen von damals sind überholt. Die Altersgruppe ist hier 18 bis 34 (Tamedia und 20 Minuten).
Die Altersgruppe ist hier 18 bis 39 (VOX-Analyse), nicht 18 bis 34 wie im 10-vor-10-Beitrag.
Je näher die Pensionierung, desto eher ein Ja
mic SRF Rendez-vous, 19.04.2024 · Ausschnitt 0:00 – 2:42 (2:42)
Beantworte die Fragen im Audio und hör bis zum Schluss – dann ist der Ausschnitt erledigt.
Archiv, April 2024: Die VOX-Analyse betrifft die Abstimmung über die 13. AHV-Rente selbst (03.03.2024, 58,2 % Ja), nicht ihre Finanzierung. Über die Finanzierung stimmst du am 29.11.2026 ab.
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
Welchen Grund nannte das Nein-Lager laut der Analyse?
Fahrplan als Text lesen
- Klischee oder Wahrheit? (ab 0:00)
Hörauftrag: Welche Schlagwörter fallen nach dem Ja zur 13. Rente? Was soll die Analyse klären?
- Nach dem Ja war viel die Rede von der Macht der Älteren und von einem Generationengraben.
- Eine Analyse zur Abstimmung soll zeigen, was daran stimmt.
Begriffe: Abstimmungsanalyse: Eine Befragung nach der Abstimmung. Sie zeigt, wer wie gestimmt hat und warum.
- Vor der Abstimmung (ab 0:18)
Hörauftrag: Wer unterstützte die Vorlage, wer empfahl ein Nein? Und wen befragte die Analyse?
- Für den Ausbau: Gewerkschaften, SP und Grüne
- Nein-Empfehlung: Die anderen grossen Parteien
- Die Analyse zeigt: Wer sich links verortet, stimmte Ja.
- Wer stimmte wie? (ab 0:43)
Hörauftrag: Vergleiche die Parteien. Bei wem erwartest du die höchste Zustimmung, wo gibt es eine Überraschung?
- SP und Grüne: Sehr hohe Zustimmung. Das war erwartbar.
- Mitte: Auch eine Mehrheit der Wählerschaft sagte Ja.
- SVP: Auch viele Sympathisanten stimmten Ja.
- Deutlich Nein sagten nur die Anhänger von FDP und GLP.
- Jung und Alt (ab 1:15)
Hörauftrag: Welche Altersgruppe stimmte anders als alle anderen? Und wer war am klarsten dafür?
- 18 bis 39 Jahre: Mehrheitlich gegen den Ausbau der AHV.
- Alle anderen: Für die 13. AHV-Rente.
- Am deutlichsten war das Ja kurz vor oder kurz nach der Pensionierung.
- Die Gründe (ab 1:46)
Hörauftrag: Welche Argumente zählten für ein Ja, welche für ein Nein? Notiere je eines.
- Ja-Seite: Die Erhöhung gleicht Teuerung und höhere Fixkosten aus. Häufig fielen auch Solidarität und Gerechtigkeit.
- Nein-Seite: Geld werde mit der Giesskanne verteilt.
- Weiterer Nein-Grund: Die Finanzierung war unklar.
Begriffe: Giesskanne: Geld wird an alle verteilt, ob sie es brauchen oder nicht.
- Der Brief (ab 2:16)
Hörauftrag: Ein Brief wurde vor der Abstimmung stark diskutiert. Wie wirkte er laut Analyse?
- Mehrere Altbundesräte empfahlen den Stimmberechtigten in einem Brief ein Nein.
- Wirkung: Laut Analyse beeinflusste der Brief das Abstimmungsverhalten nicht entscheidend.
- Die Beeinflussten: Wer sich davon beeinflussen liess, stimmte gross mehrheitlich Ja.
Wie die Generationen 2024 abgestimmt haben
Die Jungen sagten Nein, die Älteren Ja. Zwei Umfragen zeigten nach der Abstimmung vom 3. März 2024, wie die Altersgruppen gestimmt haben.
Laut Tamedia und 20 Minuten sagten nur 40 % der 18- bis 34-Jährigen Ja, bei den über 65-Jährigen 78 %.
Die VOX-Analyse (GFS Bern) nannte die 18- bis 39-Jährigen mehrheitlich Nein. Die anderen Gruppen sagten Ja.
Die Umfragen messen verschiedene Altersgruppen, darum unterscheiden sich die Zahlen, ohne sich zu widersprechen.
Warum die Jungen Nein sagten, sieht man verschieden:
- Eine Vertreterin der Jungpolitik sagte in 10 vor 10 sinngemäss: Die Jungen müssten die Rente am Ende bezahlen.
- Ein Volkswirtschaftsprofessor erklärte, die MWST wirke , Lohnabzüge progressiv. Was die Jüngeren stärker trifft, hänge von ihrem künftigen Einkommen ab.
Und heute? Die erste SRG-Umfrage zur Vorlage (GFS Bern, Oktober 2026): Bei den 18- bis 39-Jährigen sagen 56 % Nein, bei den über 65-Jährigen 55 % Ja. Das Video dazu siehst du im Modul «Umfragen und der Generationengraben».
Quelle: SRF Tagesschau, 23.10.2026
Wie reden Junge selbst über die Rente? Freiwillig. Zwei kurze Ausschnitte aus einer Strassenumfrage. Achte darauf, was die jungen Leute über ihr eigenes Wissen sagen.
Quellen: SRF News Plus, 08.08.2025
Sorgen um die eigene Rente
mic SRF News Plus, 08.08.2025 · Ausschnitt 0:01 – 0:29 (0:28)
Archiv, August 2025: Die Strassenumfrage ist ein Stimmungsbild von 2025. Sie hat keinen Bezug zur Mehrwertsteuer oder zur Abstimmung vom 29.11.2026.
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- Weniger als die Eltern? (ab 0:00)
Hörauftrag: Eine junge Person spricht über ihr Geld im Alter. Womit vergleicht sie sich?
- Junge Menschen auf der Strasse sagen, was sie über ihre Rente denken.
- Junge Stimme (Strassenumfrage): Rechnet damit, im Alter weniger Geld zu haben als die Eltern.
- Zwischen Gelassenheit und Plan B (ab 0:11)
Hörauftrag: Drei weitere Stimmen: Wie unterschiedlich gehen sie mit dem Thema um?
- Manchmal ein Thema: Nicht dringend, aber hin und wieder macht man sich Gedanken.
- Noch keine Gedanken: Eine Stimme hat sich noch gar nicht damit befasst.
- Wenig Hoffnung: Viel Geld im Alter erwartet die Person nicht. Ihr Plan B liegt im Ausland.
Wissen die Jungen Bescheid?
mic SRF News Plus, 08.08.2025 · Ausschnitt 1:39 – 2:11 (0:32)
Archiv, August 2025: Die Strassenumfrage ist ein Stimmungsbild von 2025. Sie hat keinen Bezug zur Mehrwertsteuer oder zur Abstimmung vom 29.11.2026.
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- Wissen es alle? (ab 0:00)
Hörauftrag: Die Moderation fragt nach dem Aufbau der Altersvorsorge. Was sagt die erste Stimme über ihr Wissen?
- Die Moderation fragt: Ist allen klar, wie die Altersvorsorge funktioniert?
- Junge Stimme (Strassenumfrage): Kennt den Aufbau im Grundsatz.
- Junge Stimme (Strassenumfrage): Über die eigenen Zahlen weiss die Person nicht genau Bescheid.
- Nur das Grobe (ab 0:13)
Hörauftrag: Zwei weitere Stimmen: Bis wohin reicht ihr Wissen?
- Zweite Stimme: Kennt nur die Grundlagen. Mit den Details hat sie sich noch nie befasst.
- Dritte Stimme: Zwei Säulen fallen ihr ein. Bei der dritten wird es kompliziert.
Begriffe: Säulen: So heissen die drei Teile der Altersvorsorge: AHV (1. Säule), Pensionskasse (2. Säule) und privates Sparen (3. Säule).
Zwei Stimmen zur Frage Jung und Alt. Du hörst eine Stimme gegen die Mehrwertsteuer und eine, die ein Argument dafür nennt. Die Fenster sind ähnlich lang.
Gegen die MWST: die Juso (2024). Einen Tag nach dem Ja zur 13. Rente lud das «Rendez-vous» die Vizepräsidentin der Juso und den Präsidenten der Jungfreisinnigen ein. In einer Schnellrunde sagten beide Nein zur MWST, die Grenze verläuft also nicht einfach zwischen links und rechts. Die Juso will Lohnprozente. Den Jungfreisinn liest du unten bei Jonas Lüthy.
Juso: Lohnprozente als solidarischer Ansatz
mic SRF Rendez-vous, 04.03.2024 · Ausschnitt 14:12 – 15:05 (0:53)
Archiv, März 2024: Das Gespräch fand einen Tag nach dem Ja zur 13. Rente statt. Der Plan mit höheren Lohnprozenten ist überholt. Verbindlich ist der Beschluss vom 19.06.2026: nur eine höhere Mehrwertsteuer.
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
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- Was kommt nach dem Ja? (ab 0:00)
Hörauftrag: Die Moderation fragt nach einem Risiko. Wie reagiert die Juso-Vertreterin darauf?
- Die Moderation fragt: Kann das Ja zum Bumerang werden, wenn dann an anderen Orten gespart wird?
- Die Vizepräsidentin der Juso sagt: Die Aufgabe liegt nun bei Parlament und Bund. Die bürgerliche Mehrheit soll Glaubwürdigkeit aufbauen.
- Ein solidarischer Weg (ab 0:20)
Hörauftrag: Welche Art der Finanzierung nennt sie solidarisch? Und was soll man dabei abwägen?
- Ihr Ansatz: Nicht anderswo Geld wegnehmen, sondern solidarische Lösungen zeigen.
- Konkret: Höhere Lohnprozente.
- Zum Abwägen: Im Sommer komme eine weitere Vorlage, von der die Jungen wenig hätten.
- Sowohl eine höhere Mehrwertsteuer als auch Lohnprozente kämen vor das Volk.
Begriffe: Lohnprozente: Ein Teil des Lohns, der direkt an die AHV geht. Arbeitnehmende und Arbeitgeber zahlen je die Hälfte. · Mehrwertsteuer: Eine Steuer auf dem Kauf von Waren und Dienstleistungen. Sie steckt im Preis.
Ein Argument für die MWST: eine Ökonomin (2025). Isabel Martinez von der Konjunkturforschungsstelle der ETH nennt ein Argument für die Mehrwertsteuer: Alle zahlen mit, auch die Rentnerinnen und Rentner. Die Steuer gleiche so zwischen Jung und Alt aus. Sie ordnet als Fachfrau ein und macht keine Abstimmungsempfehlung.
Quellen: SRF Echo der Zeit, 10.06.2025
Die MWST gleicht zwischen Jung und Alt aus
mic SRF Echo der Zeit, 10.06.2025 · Ausschnitt 3:57 – 4:35 (0:38)
Archiv, Juni 2025: Damals war noch eine Mischfinanzierung mit höheren Lohnbeiträgen im Gespräch. Das ist überholt. Die Aussage zur Wirkung zwischen Jung und Alt gilt weiter.
Mit Animation: Fahrplan und Folien erscheinen beim Abspielen.
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- Wo die Steuer ausgleicht (ab 0:00)
Hörauftrag: Zwischen welchen Gruppen sieht die Ökonomin eine ausgleichende Wirkung?
- Die Mehrwertsteuer kann ausgleichend wirken.
- Nicht dort: Der Ausgleich betrifft nicht Reich und Arm.
- Sondern dort: Er betrifft Jung und Alt.
- Wer zahlt alles mit? (ab 0:12)
Hörauftrag: Vergleiche: Wer zahlt, wenn nur Lohnbeiträge gelten, und wer zahlt bei der Mehrwertsteuer zusätzlich?
- Isabel Martinez (Ökonomin, Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich): Ein Argument für die MWST: Alle finanzieren mit.
- Nur Lohnbeiträge: Es zahlt nur die arbeitende Bevölkerung.
- Mehrwertsteuer: Auch Rentnerinnen und Rentner zahlen über ihren Konsum mit.
Begriffe: Lohnbeiträge: Ein fester Teil des Lohns, der direkt an die AHV geht. Arbeitnehmende und Arbeitgeber zahlen je die Hälfte.
Zwei Stimmen von heute.
Jonas Lüthy (23), Präsident der Jungfreisinnigen, sagte im Interview mit Blick: «Das ist Gift für den .» Er nennt die Vorlage das kleinere Übel gegenüber , hält sie aber trotzdem nicht für zustimmungswürdig. Er fordert ein höheres Rentenalter.
Quellen: Blick, 23.07.2026, Interview von Lucien Fluri (keine öffentliche URL)
Paul Rechsteiner, ehemaliger SP-Ständerat, hält es für gerecht, dass auch Rentnerinnen und Rentner via Mehrwertsteuer etwas zur AHV beitragen. In einer Kolumne schrieb er: «Es ist nicht mehr als gerecht, dass auch die Rentnerinnen und Rentner via Mehrwertsteuer etwas zur AHV-Finanzierung beitragen.» Er nennt Zahlen: 7 Fr. pro Monat bei Einkommen bis 4600 Fr., 13 Fr. bis 9400 Fr.
Quellen: Tagblatt, 26.10.2026, Kolumne von Paul Rechsteiner «Die AHV lohnt sich auch für die Jungen» (keine öffentliche URL)
Prüfe die Stimmen: Lüthy ist selbst jung, Rechsteiner nicht mehr im Amt. Das Ja-Komitee warb in der Tagesschau (13.10.2026) mit dem Motto «Jung und alt sichern gemeinsam die Renten».
In unserem Material sprechen kaum junge Menschen für die Vorlage.
Aufgabe Was bedeutet das für die Fairness?
Deine Arbeitsfrage: Was ist für junge Menschen fairer? Hier steht, was für jeden Weg spricht und was dagegen. Eine Antwort bekommst du nicht, du bildest sie selbst.
MWST. Wer einkauft, zahlt mit, auch Rentnerinnen und Rentner. Die Last verteilt sich auf alle Generationen. Der Haken: Bei gleichem Konsum trifft die Steuer Menschen mit tiefem Einkommen anteilsmässig stärker. Das kann gerade Lernende mit kleinem Lohn betreffen.
Lohnprozente. Die Arbeitgeber zahlen die Hälfte, und wer mehr verdient, zahlt mehr. Der Haken: Zahlen müssen nur Menschen mit einem Lohn. Rentnerinnen und Rentner zahlen nichts mit, die Last liegt allein bei den Erwerbstätigen. Das betrifft auch Lernende: Der Abzug steht schon auf dem Lohnzettel.
Verständnisfragen: Jung gegen Alt
Frage 1 von ?Was zeigten die Umfragen zur 13. Rente von 2024 über die Altersgruppen?
In der SRG-Umfrage vom Oktober 2026 sagen die 18- bis 39-Jährigen mehrheitlich Nein zur Vorlage.
Welche Zuordnung der beiden Stimmen von heute stimmt?
Im Ausschnitt von 2024 nennt die Vizepräsidentin der Juso Lohnprozente einen solidarischen Ansatz.
Umfrage
Wenn du nur nach Fairness für junge Menschen gehst: Wo siehst du das grössere Problem?
Kurze Reflexion
Welches Argument für und welches gegen die MWST hat dich am meisten beschäftigt, wenn du an Menschen in deinem Alter denkst?
Schreibe keine Namen oder persönlichen Angaben in dieses Feld.
edit_notePersönliche Notizen
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Notizen zu diesem Modul (freiwillig): Stichworte, offene Fragen, Ideen. Du findest sie später unter Ergebnisse als Teil des PDF-Exports.
Schreibe keine Namen oder persönlichen Angaben in dieses Feld.